Vom Institut zur Patentidee: Wie ich eine neue Kleinwindenergieanlage entwickle

MoManufaktur – Windenergie – Innovation & Prototyping

Fünf Jahre lang habe ich am Wind Energy Technology Institute (WETI) der Hochschule Flensburg als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet. Ich habe an Forschungsprojekten mitgewirkt, Anlagen analysiert, Strömungen vermessen. Und in dieser Zeit ist eine Idee entstanden, die mich seitdem nicht mehr loslässt.

Die Lücke im Markt

Kleinwindenergieanlagen haben ein fundamentales Problem: Sie funktionieren gut bei gleichmässigem Wind – also in großer Höhe, auf freiem Feld. Aber genau dort, wo die meisten Menschen eine Kleinwindenergie – Anlage aufstellen würden – auf dem Dach, im Garten, in Siedlungen – ist der Wind turbulent, wechselhaft, unberechenbar.

Herkömmliche Kleinwindanlagen sind dafür schlicht nicht gemacht. Sie reagieren zu langsam auf wechselnde Windrichtungen und verlieren dabei Energie.

Mein Konzept gibt es so noch nicht auf dem Markt – und genau das ist der Ausgangspunkt.

Die Idee, die ich entwickelt habe, adressiert genau diesen Punkt: eine Anlage, die sich schnell in den Wind dreht, effizient auch bei niedrigen Nabenhöhen und turbulenten Strömungen arbeitet und dabei deutlich mehr aus dem verfügbaren Wind herausholt als bestehende Lösungen.

Von der Idee zur Patentanmeldung

So eine Idee still zu halten ist nicht einfach. Aber ich habe gewartet – bis zur Patentanmeldung. Ermöglicht hat mir das die WFG Nordfriesland: Über das Gründungscamp Nordfriesland habe ich mich bei einer Förderung beworben und gleichzeitig konnte ich die Geschäftsidee vor einer 13-köpfigen Jury aus Industrie und Politik pitchen.

Das Ergebnis: 7.500 Euro Förderung durch die WFG sowie 5.000 Euro Preisgeld YEEHAAWWW. Damit konnte ich einen 3D-Drucker anschaffen und den Prototypenbau starten. Kurz darauf folgte die Kickstart-Förderung der Hochschule Flensburg – weitere 7.500 Euro für Gebrauchsmaterialien.

Masterarbeiten, Teamarbeit und erste Ergebnisse

Ein Windkraftprojekt ist kein Ein-Personen-Job. Ich habe meine ehemaligen Kollegen an der Hochschule einbezogen und das Projekt Masterstudierenden vorgestellt. Das Thema ist umfangreich genug, dass jeder Student ein eigenes Schwerpunktthema übernehmen kann.

Zwei Studierende haben ihre Masterarbeiten dazu verfasst:

  • Brand Design der Kleinwindenergieanlage – abgeschlossen mit Note 1,7
  • Getriebedesign – abgeschlossen mit Note 2,0

Beide Arbeiten liefern konkrete Grundlagen für die Weiterentwicklung des Prototypen. Ein drittes Thema ist noch offen im Bereich Rotorblattdesign – wer Interesse an einer Masterarbeit in einem echten Startup-Kontext hat, ist herzlich eingeladen, sich zu melden.

Wo wir heute stehen

Nach einem intensiven Entwicklungsmarathon gönnen wir uns gerade eine kurze Pause – dann geht es voller Energie weiter Anfang Mai 2026. Das Brand Design steht, das Getriebe ist konzipiert, der Prototypenplan ist klar. Wir werde hier regelmäßig über den Fortschritt berichten.

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